Firmenwagen für den als Minijobber angestellten Ehepartner

Ein Einzelhändler stellte seine Frau im Rahmen eines Minijobs für 400 € monatlich als
Büro- und Kurierkraft an. Wesentlicher Bestandteil des Arbeitslohns war die Möglichkeit,
den für die Kurierfahrten eingesetzten Pkw auch privat fahren zu dürfen. Die private
Nutzungsmöglichkeit ermittelte der Einzelhändler anhand der 1 %Regelung und zahlte
den Differenzbetrag zum Gesamtvergütungsanspruch von 15 € monatlich aus. Das
Finanzamt erkannte das Arbeitsverhältnis nicht an.
Das bestätigte der Bundesfinanzhof. Typischerweise wird ein Arbeitgeber einem
Arbeitnehmer einen Firmenwagen nur dann zur uneingeschränkten Privatnutzung
überlassen, wenn sich nach überschlägiger Kalkulation sein Aufwand zuzüglich des
Barlohns als angemessene Gegenleistung für die Arbeitskraft darstellt. Bei hohem Gehalt
wirkt sich die Privatnutzung des Fahrzeugs nur verhältnismäßig gering aus. Bei einem
Minijob hingegen wird die Vergütung im Wesentlichen von der Privatnutzung bestimmt.
Hinweis: Der Bundesfinanzhof weist darauf hin, dass es möglich ist, eine
Kilometerbegrenzung oder eine Zuzahlung für Privatfahrten oberhalb eines bestimmten
Kilometerlimits zu vereinbaren. Steht der Gesamtaufwand des Arbeitgebers dann in
einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Arbeitsleistung, kann das Ehepartner-
Arbeitsverhältnis anzuerkennen sein.



Schlagwörter: , ,

SCHROEDER JAKOB PartGmbB

Greifstraße 6
69123 Heidelberg-Wieblingen
Tel.: 06221/67213-0
Karte auf Google Maps

Heinrich-Neu-Straße 2
69123 Heidelberg
Tel.: 06221/67213-0
Karte auf Google Maps

Waldstraße 1
64683 Einhausen
Tel.: 06251/59306-0
Karte auf Google Maps

Jetzt auch in Zwingenberg
Scheuergasse 13
64673 Zwingenberg
Tel.: 06251/179 00 0